Evolutionismus - pagina 49
das Dogma moderner Wissenschaft
— aufgebauten
nisch
seelenden, einem
Weltall
45 ist
— für
einen
Endzweck zustrebenden
leitenden,
Geist kein
be-
Raum.
dem namentbehandelten Problem, ob die Religion als solche eine spontane Entwicklung der Arten aus der Cytode oder Kernzelle zulässt. Diese Frage muss ohne Vorbehalt im bejahenden Sinn beantwortet werden. Wir dürfen dem obersten Baumeister des Weltalls nicht unseren Wenn er, nicht scheinbar, sondern wirkStil aufdrängen. lich, der Baumeister bleibt, ist er auch der Freimächtige Hätte es also Gott gefallen, in der Wahl des Baustils. nicht selbst Arten zu schaffen, sondern Art aus Art erstehen zu lassen, weil er die vorangehende Art auf Erzeugung der höheren angelegt hatte, so würde die Schöpfung doch nicht weniger wunderbar sein. Nur wäre das nie die Evolution des Darwinismus, denn der vorausgesetzte wäre dann nicht weggeräumt , er wäre allbeherrschend gewesen, und die Welt hätte sich nicht selbst mechanisch, sondern Gott hätte sie aufgebaut aus den von ihm dazu bereiteten Elementen.^) Der Gegensatz tritt am deutlichsten zu Tage in einem von Haeckel gewählten Bild. Um der Schwierigkeit zu entgehen, die in der mechanischen Erklärung eines komplizierten OrganisGanz anders
lich in
England
verhält es sich natürlich mit
oft
Zweck
^)
1894,
Du Bois-Reymond in seiner lezten Rede: „Neovitalismus" nimmt dies in der That an. Er behauptet, dass Gott „vor
undenklicher Zeit durch einen Schöpfungsakt die ganze Materie so geschaffen habe, dass nach den der Materie mitgegebenen Gesetzen
einfachste
Lebewesen entstanden,
aus
denen ohne weitere
Nachhilfe die heutige Natur von einem Urmikrokosmus bis zu Suleimas holden Gebärden und bis zu Newtons Gehirn ward". Dies aber ist durchaus in Streit mit der Evolutionslehre und Dr. Haeckel in seinem jüngsten Werk: „Die Welträtsel", Bonn 1899 Durch p. 274 beeilt sich denn auch, den Stab darüber zu brechen. solche Vorstellung, meint er, verrate Du Bois-Reymond ,,in auffallender Weise die geringe Tiefe und Folgerichtigkeit seines monistischen Denkens". Auch G. J. Mulder, ,,Das Streben der Materie nach Harmonie", Braunschweig 1844 p. 24 nimmt denselben Standpunkt ein wie Du Bois-Reymond. ,
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Bekijk de hele uitgave van dinsdag 1 januari 1901
Abraham Kuyper Collection | 57 Pagina's
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