Evolutionismus - pagina 11
das Dogma moderner Wissenschaft
same
Vernichtung
prinzipiell
dem
des Sclnväcliercn sondern legt Stärkeren auf als Pflicht. Beides ,
sie ist
deshalb unserseits ebenso arglos wie kurzsichtig, sowohl das Ignorieren der Evolution wie das Liebäugeln mil ihr, und Prediger wie Schriftsteller, die sich selbst ein wissen-
indem sie in Predigten gewisse Dosis Entwicklung mit ihrem christlichen Bekenntnis vermengen, machen sich in den
schaftliches Zeugnis ausstellen wollen,
und
Schriften
eine
Augen des Kenners unverzeihlicher
Naivität oder charakter-
loser Feigheit schuldig.
Selbst dem aus dem falschen Klang des Wortes entstandenen Irrtume, als habe man in der Entwicklungslehre nur eine jüngere Art des Pantheismus zu begrüssen, müssen wir auf das ernsteste entgegentreten. Evolution, d. h. Entwicklung von evolvere, ist zwar ein echt pantheistischer Begriff, aber von einem evolvere im eigentlichen Sinn weiss das Evolutionsdogma nichts, es prunkt mit falscher Aufschrift. Vielmehr wird durch dieses Dogma prinzipiell alle Präformation, d. h. alle Herrschaft eines Planes von Grund aus geleugnet. Entwicklung ist ein organischer Begriff, jedoch das Evolutionsdogma duldet von Anfang Der uralte bis zu Ende nur mechanisches Wirken. Gegensatz zwischen Epikur und Stoa scheidet auch den Pantheismus und die Entwicklungslehre. Atomistisch und in Verbindung hiermit lediglich mechanisch will, wie Epikur, auch die Entwicklungslehre den Ursprung, das Wesen und Bestehen alles Sichtbaren erklären. Als sich Haeckel in seinem „Religion und Wissenschaft" trotzdem für einen Pantheisten ausgab, verriet er nur die Unklarheit eigener
wenn er sich noch anstellte, bekenne er einen Gott, der als „der Geist des Guten, Wahren und Schönen" zu ehren sei, dann trieb er nichts
philosophischer Auffassung, und als
anderes als ein irreleitendes Wortspiel oder betrog sich selbst durch Unklarheit. Das Evolutionsdogma kennt ja Die "ivyj], keinen Geist, der bildet, treibt und herrscht. der Zufall ist in diesem Dogma das einzig denkbare Motiv,
und
alles,
was wir
als
Geist
ehren, nichts weiter als zu-
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Bekijk de hele uitgave van dinsdag 1 januari 1901
Abraham Kuyper Collection | 57 Pagina's
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