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Een midden-eeuwer in onze dagen - pagina 59

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Een midden-eeuwer in onze dagen - pagina 59

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widersprechen, und ungesellige Laster billigen, die Verfolgung derselben rechtfertigen, die nur dienen kann, sie in ihren Gesin-

nungen noch mehr zu

befestigen.

III. Wenn ich nicht sehr irre, so wird bei diesem Raisonnement der Fehler begangen, dass man für die Ursache angiebt, was vielmehr die Wirkung ist, und dass man das Uebel, welches die

bisherige fehlerhafte Politiek hervorgebracht hat, zur Rechtfertigung derselben anführt. Ich kann es zugeben, dass die Juden sittlich verdorbner seyn mogen, als andere Nationen; dass sie sich einer verhaltnissmassig grössern Zahl von Vergehungen schuldig machen als die Christen; dass ihr Charakter im ganzen mehr zu Wucher

und Hintergehung im Handel gestimmt, ihr Religionsvorurteil trennender und ungeselliger sey aber ich muss hinzusetzen, dass diese einmal vorausgesetzte grössere Verdorbenheit der Juden eine nothwendige und natürliche Folge der drückenden Verfassung ist, in der sie sich seit so vielen Jahrhunderten befinden. Eine ruhige und unpartheyische Erwagung wird an der Richtigkeit dieser ;

Behauptung nicht zweiflen lassen. Der harte und drückende Zustand, in welchem die Juden fast allenthalben leben, würde auch noch eine viel grössere Verderbtheit derselben, als die, welcher man sie mit Wahrheit beschuldigen kann, wenn nicht rechtfertigen, doch erklaren. Sehr natürlich wird durch denselben der Geist des Juden, der edeln Gefühle entwöhnt, in den niedern Geschaften des taglichen kümmerlichen Erwerbs versinken. Die mannichfache Arten von Drückung und

Verachtung,

er erfahrt, mussen natürlich seine Thatigkeit und jede Empfindung von Ehre in seiner Brust ersticken. Da ihm fast kein ehrliches Mittel sich zu ernahren übrig gelassen, so ist es natürlich, dass er zu Betrug und Hintergehung herabsinkt, zu denen ohnedem der Handel mehr als andre

die

niederschlagen,

Arten des Erwerbs, zu verführen pflegt. Wie darf man sich wundern, dafs der Jude an Gesetze, die ihm kaum das Daseyn verstatten, nur dann sich gebunden glaubt, wenn er sie nicht ungestraft übertreten würde? Wie kann man von ihm willigen Gehorsam und Liebe eines Staats fordern, in dem er sich nur in so weit geduldet sieht, als er im Stande ist, Abgaben zu entrichten? Wie wundert man sich über seinen Hass einer Nation, die ihm so viele und so empfindliche Beweise des ihrigen giebt? Wie kann man Tugend von ihm erwarten, wenn man ihm keine zutrauet? Wie ihm Vergehungen vorwerffen, die man ihn zwingt zu begehen, da man ihm keinen schuldlosen Erwerb gestattet, ihn mit Abgaben unterdrückt und ihm nichts übrig lasst, urn für die Erziehung Alles, was

und

Bildung seiner Jugend zu sorgen. vorwirft, ist durch die politische Verfassung, in der sie itzt leben, bewirkt, und jede andre Menschengattung, in dieselben Umstande versetzt, würde sich sicher eben 55

sittliche

man den Juden

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Bekijk de hele uitgave van vrijdag 1 januari 1909

Abraham Kuyper Collection | 76 Pagina's

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