1952 Geloof en Wetenschap : Orgaan van de Christelijke vereeniging van natuur- en geneeskundigen in Nederland - pagina 117
13 gesprochen so gegeben und so verstanden. Auch die moderne Psychotherapie stellt sich in weiten Kreisen ausserhalb christlicher Erkenntnisse, ebenso wie der „Existentialismus", dem sie in ihrer spateren Entwicklung in mancher Beziehung nahesteht. Aber was soil nun eine „christliche Medizin" sein? Ganz gewiss nicht eine Medizin, in der möglichst oft von christlich oder von Christus gesprochen wird, ganz gewiss nicht eine „biblische" Medizin, die es etwa unternehmen wollte, ihre medizinischen Kentnisse aus dem Neuen Testament zu beziehen, ganz gewiss nicht eine, die dia Kirche oder das Wort Gottes für sich gebrauchen, in ihren Dienst nehmen, über sie verfügen möchte, um Kranke gesund zu machen, nicht eine Medizin, die sich allzu rasch und kurzschlüssig der Worte der Heiligen Schrift oder frommer Sprüche und Gebete bedienen möchte, wie andere Digitalis oder Sulfonamide verordnen. Wir wollen mit aller Vorsicht und mit aller gebotenen Zurückhaltung über diese Frage sprechen, ohne Uebermut, ohne uns zu überheben in unserer Wissenschaft und in unserer Glaubigkeit, ohne uns allzuviel zuzutrauen und ohne andere zu verletzen. Dass man Wunder nicht „machen", nicht nachmachen kann, darüber sind wir gewiss einer Meinung. Wunder können nur dem Glaubenden gescheukt und nur im Glauben erfahren werden. Wie und WO und wann es Gott gefallt, seine Wunder zu wirken, das wissen wir nicht, das können wir nicht wissen. In den von Aposteln bezeugten Wundem Jesu hat uns Gott seine Allmacht und seine Liebe geoffenbart, aber er hat es uns nach seinem Ratschluss verhüUt, wie er sie gewirkt hat. Sie zu „erklaren", sie in ihre natürhchen und biologischen Zusammenhange aufzulösen, hat er uns nicht gegeben, — sie würden ja dadurch gerade zerstört. Aber wer könnte sich das Recht anmassen zu leugnen, dass Gott Wunder zu wirken vermag, nicht nur in Palastina in dem Jahrhundert nach der Wende der Zeiten, auch in jeder Zeit, an jedem Ort, wie es ihm behebt, — wer möchte es ablehnen, dass er etwa einem Christof Blumhardt, — oder dass er auch heute einmal einem Begnadeten Wimder zu schenken beschlossen hat? Wollen wir das etwa auf Grund unserer Wissenschaft ausschliessen? Es ist die gleiche Hybris, Wunder auf Grund unserer Wissens von der Natur zu leugnen, für unwirklich und unmöghch zu halten, wie mit ihnen zu rechnen, auf Wunder zu warten, mit ihnen umzugehen, als ob sie uns zu Gebote stünden. Ich wurde in unserer Studentengemeinde einmal gefragt, was ich als Mediziner von den im Neuen Testament bezeugten Wundem für möglich hielte. Ich konnte nur antworten: wie soUte ich als Mediziner über eine Grenze des Möglichen, des Gott Möglichen entscheiden! Haben wir nicht vielmehr gerade gelernt, wie begrenzt wir in all unserem Wissen sind? Was eine christliche Medizin nicht sein kann, darüber sind vdr uns wohl klar. Aber gibt es überhaupt eine Medizin, die wir christlich nennen dürfen und was für eine Medizin sollte das wohl sein?
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Bekijk de hele uitgave van dinsdag 1 januari 1952
Orgaan CVNG Geloof en Wetenschap | 200 Pagina's
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