1952 Geloof en Wetenschap : Orgaan van de Christelijke vereeniging van natuur- en geneeskundigen in Nederland - pagina 21
EHEWAHL UND NACHKOMMEN
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pathen bilden das grosse soziale und Vererbungsproblem, well sie eben, so lange sie nicht erkannt und ausgeschaltet d.h. von Macht beraubt sind, auf die Mitmenschen verhangnisvoU einwirken konnen, wie wir das einige furchtbare Jahre hindurch erlebt haben. An dieser Stelle mochte ich eine Frage an meine Freunde der médecine de la personne richten. Glaubt Ihr nicht, dass auch fur das hohere geistige Leben, fur Errungenschaften und Entgleisungen, die geerbte psychosomatische Konstitution eine starkere oder schwachere Disposition bedeutet und dass man auch damit bei der Behandlung der Person rechnen muss, sadass nicht von jedem dasselbe auf geistigem Gebiete verlangt oder erwartet werden kann? Man tut das glucklicheweise schon erfahrungsgemass und aus Ehrfurcht fur die individuelle Wirking der Geistes nicht. In der Genetik stossen wir auf eine der Grundursachen dieser individuellen Verschiedenheit. Fur die Gesellschaft und die vorhandene Arbeitsverteilung sind allerhand Erbanlagen auch von weiniger Begabten wertvoU. Das soil eine gute Eheberatung immer berucksichtigen. Nur das Krankhafte soil moglichst vermieden werden. Und die quahtativ weniger wertvollen sollen nicht dauernd in zunehmendem Masse die wertvolleren uberwuchern. Letztere sollen ihre Geburten nicht zu sehr einschranken. Hier stossen wir aber auf ein in dieser Zeit akut gewordenes Bevolkerungsproblem, worauf ich nicht weiter eingehen darf. Die Anthropogenetik ist Theorie und die Eheberatung wird nicht im Studierzimmer etwas Reelles. Nur im bewegten Menschenleben lemt man warum es sich handelt. Eine Typistin, die schon viele meiner Arbeiten versorgt hat, sandte ich zur Klarung einiger Ungenauigkeiten zu einer Familie in Amsterdam. Ich erhielt bald einen Brief, wo sie mir mitteilte alle meine Figuren seien plotzlich lebendig und interessant geworden. Diese Begeisterung habe ich haufig bei Studenten bemerkt. Deshalb will ich Sie mit einigen Fragen bekannt machen, die mir von FachkoUegen oder Konsultanten gestellt wurden. Ich greife einiges heraus; Auf meinem Bureau liegt folgender Brief: „Bitte Herr Kollege, Ich schicke Ihnen einen jungen Mann, der schon zweimal wegen starker Depression interniert wurde. Das Leiden kam schon beim Vater und bei einer Schwester vor, die auch interniert war. Er will eine Kusine heiraten, was ihm von Prof. R. widerraten wurde. Ich verstehe das. Aber kann er nicht ein geistig gesundes Madchen heiraten, das fur ihn ein Gegengewicht bildet? Ich hoffe, dass Sie etwas tun und ihn beeinflussen konnen". Ferner: Einem Vater wurde ein Auge wegen GUom enukleiert.
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Bekijk de hele uitgave van dinsdag 1 januari 1952
Orgaan CVNG Geloof en Wetenschap | 200 Pagina's
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