1952 Geloof en Wetenschap : Orgaan van de Christelijke vereeniging van natuur- en geneeskundigen in Nederland - pagina 121
17 wirkt. Wir wissen, wie so verhangen wir sind, auch in unserer Bereitschaft das Wort Gottes zu vernehmen und in uns aufzunehmen. Man soU sich ja keiner Tauschung darüber hingeben. Freilich, Gott spricht zu uns, er greift nach uns, auch wenn wir es nicht vernehmen: denn Gott ist es, der in uns wirket beides, das Wollen und das Vollbringen. Und Gott hat uns gesagt, dass wir nicht etwa nur in unserer Seele, dass wir nicht in irgendeinem Aufschwung von ihm angesprochen sind und ihm dienen sollen, nein, dass wir gerade in unserem so gebundenen, dem Tode verfallenen Leben, dass wir in unserem Fleische, dass wir in Leid und Not, ja in der Not der Gottverlassenheit, von ihm in Beschlag genommen sind und dass uns in der Auferstehung Jesu Christi, in einer neuen Geburt ein ewiges Leben verheissen ist. Das mussen wir als Aerzte und als Theologen immer bedenken, beides, dass wir so ganz im Fleische gebunden sind und dass uns gerade in unserem Fleische die unendliche Gnade und Barmherzigkeit Gottes, die Versöhnung und schliesslich die Erlösung zugesprochen ist. Von da aus muss unsere Demut, unser Bescheiden kommen, von da aber auch unser heisses Ringen im Einsatz in dem uns zugeordneten Raume, in unserem Berufe, in unserer Verbundenheit mit den Menschen, die wir ja gerade als Aerzte so bedrangt und dem Tode verfallen sehen. Von hier aus mussen wir uns die Frage stellen: gibt es eine christliche Medizin? Kein Zweifel, dass von hier aus die Medizin eine andere, eine immer neue und doch immer gleich bestimmte Ausrichtung erfahrt, in ihrer Wissenschaft und in ihrem arztlichen Bereiche. Die Wissenschaft erhalt von hier aus einen neuen Ansatz und ein neues Ziel auf ihrem in sich begrenzten und nie beendeten Wege im Suchen nach der Wahrheit. Und der arztUche Beruf wird erweitert und vertieft in dem Gebot der Liebe und der Barmherzigkeit, in dem Verstandnis der Menschen, die die vielen Glieder des einen Leibes Jesu Christi sind. Aber haben wir diese Medizin in unseren Handen, können wir sie machen und über sie verfügen? Wenn die Frage so gestellt wird, dann kann die Antwort wahrlich nur „Nein" sein. Wir haben sie nicht, und würden wir sie in unseren Fahigkeiten suchen, als unser Werk in Anspruch nehmen, so würden wir sie ganz gewiss verfehlen und verfalschen. Aber wird sind in Anspruch genommen, uns ist ein Ziel vorgesetzt, „nicht als ob wir es ergriffen hatten", doch „wir jagen ihm nach, ob wirs ergreifen mochten, nachdem wir ergriffen sind von Jesus Christus". Das ist „das Kleinod der himmlischen Berufung Gottes". Dieses Kleinod, das immer neu hereinleuchten möchte in diese Welt, müsste auch eine christliche Medizin erleuchten; ihm mussen wir unablassig nachjagen, indem uns geboten ist, in unserer Medizin die unendliche Liebe Gottes in unserer Liebe zu den Nachsten zu bezeugen.
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Bekijk de hele uitgave van dinsdag 1 januari 1952
Orgaan CVNG Geloof en Wetenschap | 200 Pagina's
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