1952 Geloof en Wetenschap : Orgaan van de Christelijke vereeniging van natuur- en geneeskundigen in Nederland - pagina 16
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Dr P. J. WAARDENBURG
gungen durchkreuzt und so ihres Glanzes beraubt warden? Ich arinnera mich noch seht gut, dass man in chrisüichen Kreisen sich von der ganzen Eugenik freimachte, indem man bahauptate dass dia Gesunden dann weniger Gelagenheit hatten Barmherzigkeit zu üban. Kann as unbarmherziger ausgedrückt werden, dass man schuldloses Leiden bastandigen, sogar vermeliran möchte, damit man selber frömmar tatig sain kann? 1st das nicht dieselba Schuld, die Christen Jahrhunderte lang auf sich geladen haben bei ihrer Haltung Armut, Sklaverei und anderen sozialen Misstanden gaganüber? Und sind wir Christen nicht Jahrzehnta hindurch die Reaktionaren gawesen, bevor wir endlich nachhinkend uns ebenfalls zu Blitzableitern, prophylaktischen Impfungan und Feuer-, Lebens- sowie Unfallsversicherungen bekannt haben? Hatten wir nicht vielfach einen zu passiven Vorsehungsglauben, sodass wir deswagen auf Fürsorgamassnahmen verzichteten? Wir wollen gerecht sein. Christen haben alle Jahrhunderte hindruch die Caritas gekannt, sie haben urspriinglich mehr als Andere individuell und organisiert Barmherzigkeit geiibt, sie haben versucht in ihrem Kampfe gegen den Alkohol, die Prostitution und die Unsittlichkeit, sozial Missratane zu ratten und für körperlich und seelisch Gestorte odar Verwahrloste zu sorgan, wenn sie einmal da waren, aber sie haban wenig nach den Grundursachen gasucht und versucht diase zu entfernen. Viele Blinde haben weniger unter ihrem Uabel gelitten als vielmehr von der offiziallan Tailnahme. Sia wiinschen als Gleichwertige behandelt, unabhangig gemacht und nicht baklagt zu werden, sie wollen sich salbstandig in der Gesellschaft behaupten können und erst seit ziemlich kurzer Zeit wird ihnen das ermöglicht. „Noch besser ware as", so sagt ein hochstehender intellaktueller Blinde wie R. Kraemar, „wenn Erbblinde freiwillig auf Nachkommen verzichten würden", wie das als schönas Beispiel mahrere Madchen in schweizerischen Bluterfamilian getan haben, die — obwohl selbar phanotypisch gesund — wussten, dass sia ein so varhangnisvollas Leiden wie die Hamophilie wieder auf Nachkommen fortpflanzan könnten. Es ist meine Ueberzeugung, dass christliche Aerzte, sowait sie wissenschaftlich veranlagt sind, dazu raitwirken mussen Methoden zu erfinden, dia uns in den Stand setzen die Uebertragerinnen von den Nicht-Uebertragerinnan zu trennen, sodass weibliche Personen nicht unnötig dieses Opfer zu bringan brauchen. Bai Fosdick lese ich folgende treffliche Bemerkungen in seinem Büchlein „The meaning of prayer" : „God's will depends on man's cooperation", lo. „God Himself cannot do some things unless men think. Only when men steadfastly give themselves to intellectual toil, will
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Bekijk de hele uitgave van dinsdag 1 januari 1952
Orgaan CVNG Geloof en Wetenschap | 200 Pagina's
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