1956 Geloof en Wetenschap : Orgaan van de Christelijke vereeniging van natuur- en geneeskundigen in Nederland - pagina 268
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G. A. LINDEBOOM
gewissermaszen Ausdruck des Inneren des Patiënten, und in vielen Fallen kann der Kranke dazu gebracht werden, das anzu-erkennen. Er spurt selbst etwas von dem emotionellen Hintergrund seiner körperlichen Beschwerde, sei es vom Magen oder Gallenblase, Herzen oder Lungen. Aber daneben musz doch auf etwas Anderes gewiesen werden im Verhaltnis des Menschen zu seinem Leibe, und das ist das Faktum, dasz der Mensch sich in seiner Betrachtung vom eigenen Körper distanzieren kann. Charakteristisch für den Menschen nennt Plessner die sogenannte excentrische Position seines Leibes. Der Mensch kann seinen Leib auch in gewisser Hinsicht gegenüber sich stellen, er kann ihn machen zu einem Objekt von verstandesmaszigem Studium. Namlich in der Krankheit wird diese excentrische Position des Leibes oft akzentuiert, denn dann bemerkt der Mensch, das der Körper sich nicht mehr restlos nach dem Willen richtet, sondern geradezu ein Hindernis formt und sich gegenüber dem Menschen stellt. Der von einer Apoplexie belahmte klagt, dasz sein Bein nicht mehr will, so wie er will. In der Krankheit stellt der Leib dem Menschen eine unüberwindliche Grenze. Und mit dieser Beschiankung hat der Kranke sich auseinanderzusetzen. Das ist sein sehr persönliches Problem, seine unausweichbare Aufgabe. Der Rahmen dieses Vortrags verbietet es uns, die Bedeutung der seelisch-körperlichen Beziehungen für die psychosomatische Medizin und der Verhaltnisse des Menschen zu seinem Leibe in der Krankheit naher zu erörtem. Es musz jetzt bleiben bei dieser Hindeutung auf das dauernd Verbunden-sein des psychischen und somatischen Lebens, und auf die Situation, in welche eine körperliche Krankheit den Menschen versetzt. Denn, wenn nach der Struktur der menschlichen Person gefragt wird, liegt das Akzent mehr auf dem Statisch-strukturellen als auf der Dynamik. Es geht dann mehr um den Rahmen, worinnen ein stetig wechselndes Spiel hervorgeht. Sprechen wit jetzt also naher von der Seele und vom Seelischen. Es ist ungemein schwer um sich eine Art Vorstellung von der inneren, nicht materiellen Seite des Menschen zu machen. Man kommt dabei immer wieder dazu, im Bildsprache und im Bildlichen zu reden. Das kann naturlich zu irrtümlichen Vorstellungen führen. Das Bewustsein ist an dem Körper gebunden und so örtlich und zeithch bestimmt. Das Gelairn ist das stoffliche Substrat, und wenn
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Bekijk de hele uitgave van zondag 1 januari 1956
Orgaan CVNG Geloof en Wetenschap | 356 Pagina's
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