1956 Geloof en Wetenschap : Orgaan van de Christelijke vereeniging van natuur- en geneeskundigen in Nederland - pagina 267
STRUKTUR DER MENSCHLICHEN PERSON
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haben gezeigt, wie wichtig die Frontallappen sind für das Erleben von Empfindungen und Affekten. Andererseits ist unsere Psychomotorik, die Weise von beschaftigtsein, nicht ohne Einflusz auf unser inneres Leben. Durch regelmaszig zurückkehrende Bewegungen werden wir auch psychisch beëinfluszt. Wir denken nicht nur mit dam Gehirn, sondern auch mit den Handen, und die Hande beëinfluszen unser Denken. Der Chirurg hat eine andere Denkart als der Internist. Und die zufriedene, oft muntere Stimmung eines vom chronischen Rheuma verunstalteten und invalidierten Patiënten, welche uns durch den Gegensatz zu seinem körperlichen Zustand rühren und beschamen kann, ist vielleicht nicht nur die Auszerung eines geistlichen Kampfes und Sieges auf die Krankheit, aber auch eine mehr oder weniger natürliche Folge abgeschwachter Psychomotorik und vegetativer Stimulation. Der Leib dient dem Menschen zum gewollten und ungewollten Ausdruck. Die nahere Analyse dieser Verhaltnisse war nach Plessner Jahrhunderte lang verbarrikadiert durch die Alternative: psychophysischer Parallelismus — oder Wechselwirking. Nur eine mehr monistische psychosomatische Betrachtung wird diesen Verhaltnissen gerecht. Man sucht jetzt darin den Menschen als ganzes zu erfassen, nicht etwa die Seele im Verhaltnis zum Körper, doch den Mensch in Verhaltnis zu seinem Körper. Der Mensch ist Körper, und hat seinen Körper. Er drückt die innere Seite seines Seins aus durch Sprache und Geharde, durch Tat und Formgebung. Bei der Deutung der leiblichen Ausdrücke unserer Mitmenschen sind die introspektiv bekommenen Erfahrungen von gröszter Wichtigkeit. Denn wenn etwas in dem Verhalten des Anderen sich darin nicht einfügen laszt, wenn es uneinfügbar ist, bleibt das Verstandnis uns, wie beim Schizophrenen, verborgen. Andererseits handelt es sich bei einer solchen Deutung nicht um eine logische oder analogische Schluszfolgerung, sondern die Stimmung des Anderen wird unmittelbar aus seinem leiblichen Verhalten abgelesen. Bei der Analyse von Lachen und Weinen weist Plessner darauf, dasz der eruptive Charakter dieser Erscheinungen dahin deutet, dasz der Körper schon antworten kann auf eine Situation, womit die Person noch keinen Rat weisz, wie auch bei sexuellen Erregungen der Körper schon reagieren kann auf eine noch kaum bewustzt gewordene Situation. Auch hier zeigt sich die primare Unteilbarkeit und Einheitlichkeit des Menschen. Auch bei den psychosomatischen Krankheitsformen ist das Leibliche
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Bekijk de hele uitgave van zondag 1 januari 1956
Orgaan CVNG Geloof en Wetenschap | 356 Pagina's
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