1956 Geloof en Wetenschap : Orgaan van de Christelijke vereeniging van natuur- en geneeskundigen in Nederland - pagina 149
DER BEGRIFF ANGST
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keine Entscheidung, Verantworthchkeit oder produktiven Einsatz unsererseits geben. Wir können des Resultates nicht sicher sein, wir können irren. Aber wir mussen aktiv sein, selbst mit dem Risiko des Irrtums. Fehlen wir, dürfen wir nicht aufgeben sondern mussen wieder von Neuem anfangen. Wir mussen die Chance ergreifen, die Verantwortung tragen und den Preis bezahlen, — sonst kommt das Leben zum Stillstand — und wir können es tun, auch die Verantwortung tragen für unsere möglichen zukünftigen Fehler, weil wir auch dadurch crzogen werden. Derjenige, der an Gott glaubt und Vertrauen zu ihm hat, kann nicht mit Recht der Ansicht sein, dass Gott aus diesem Grunde jemanden verwerfen würde. Dazu enthalt des Neue Testament viel zu viele ermunternde Beispiele. Dringen wir tiefer ein, gehören noch drei Dinge zu der religiösen Selbsterziehung. Es besteht das Problem der Polaritat. Das Leben entfaltet sich immer in unzahligen Gegensatzen; Flut und Ebbe, Spannung und Entspannung, Erweiterung und Zusammenziehung, Mann und Frau u.s.w. Die Integration halt sie im Gleichgewicht und hilft uns abwechselnd beide zu benutzen, ohne dass man sich einseitig an das Eine oder andere festklammert. Die Erziehung, Reintegrierung, besteht gerade darin, beide zu erfassen, — die verborgenen Möglichkeiten ans Licht zu bringen, die negative Kraft in eine positive zu verwandein, die Destruktion in Produktion. Ausserdem gibt es auch das Problem der Toleranz: auch sich selbst gegenüber nicht kramphaft gegen die negativen Krafte zu kampfen, die wir in positive Werte zu verwandein hoffen, sondern dem Bösen ins Auge zu schauen. Wir mussen alles, was wir fürchten und wovor wir Angst haben, offen darlegen. Wir mussen es ans Licht bringen, die eingeschlossene Kraf freilegen, denn wir brauchen sie zu der wirklichen Verwandlung. Das bedingt Ehrlichkeit und fordert Glauben, Vertrauen zu dem, der Zeuge hierzu ist. Ehrlichkeit und Glauben sind aber die tragenden Krafte des letzten Problems: der Vergebung, das zugleich das der Gegenseitigkeit ist. Vergib uns unsere Schuld so wie wir auch unseren Schuldnern vergeben. Wenn Ihr Menschen ihre Ubertretungen vergebt, wird Gott auch Euch vergeben. Viele Dinge, die wir anderen nicht vergeben konnten, oder für die wir selbst keine Vergebung erhalten zu haben meinen, sind in unserem Unterbewusstsein liegen geblieben, und eine Vergebung wird nicht erzielt, bevor sie ans Licht gebracht werden. Kommt jedoch eine wirkliche, tiefgehende Vergebung zu Stande, wird die schaffende, geistige Kraft auch sofort ausgelöst, denn dann wird
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Bekijk de hele uitgave van zondag 1 januari 1956
Orgaan CVNG Geloof en Wetenschap | 356 Pagina's
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