1956 Geloof en Wetenschap : Orgaan van de Christelijke vereeniging van natuur- en geneeskundigen in Nederland - pagina 150
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V. BAUNBAEK
das, was eine negative Erfahrung darstellt gegenüber der Zukunft, die wir nicht kennen, in ein positives Symbol verwandelt. Ja, dies sind die Hmiptrichtlinien in der Aufgabe des Pfarrers, dem Einzelnen dazu zu verhelfen dies zu sehen und danach zu handeln. Aber es verbleibt noch eine Frage: Auf welche Weise? Derjenige, der in den Bergen Wegweiser sein will, muss selbst dort gewesen sein. Er darf keine Angst vor ihnen haben sondern muss sie gern haben. Derjenige, der sich des ethischen, religiösen Lebens anderer annehmen will, muss sich erst mit seinem eigenen beschaftigt haben. Auch hier ist die Rede von Selbsterziehung. Ferner: um die verborgene Angst ans Licht zu birngen, das Unterdrückte zum Ausdruck zu bringen, gibt es nur einen Weg: Gesprach, Beichte, menschlich und christlich. Etwas erziihlen zu sollen, was man niemals anderen anvertraut hat, kann furchtbar schwer sein. Ein solches Anvertrauen und Befreien hat etwas dynamisches und gefahrliches an sich. Es wirkt, als arbeite man mit Hochspannung. Wir mussen bestandig aufpassen, auf das urteilen wollen, denn werden wir als Richter empfunden, setzt die Angst v/ieder ein und führt zu neuen Unterdrückungen. Ja, die Form in welcher die Vergebung erteilt wird kann wie eine Unterstreichung des Verkehrten der Handlung wirken — statt wie eine Befreiung von ihrer Schuld und Folgen. Man macht es sogar für den, der Vergebung sucht, unmöglich, das hervorzubringen, was solange in der Dunkelheit des Unterbewusstseins gelegen hat, wenn er ein Abstandnehmen von dem merkt, das man zuerst erzahlt hat, weil es uns bewusst ist. In anderen Fallen ist sicher auch das Unbewusste im Begriff an die Oberflache zu kommen, aber es scheint als habe allzuoft zwischen dem Beichtvater und dem, der ihn aufsuchte, eine unbewusste Uebereinkunft bestanden, von keiner Seite in die tieferen, affektgeladenen Geblete des menschlichen Gemütes einzudringen. Dies ist wohl der Grund dafür, dass Jahrhunderte christlicher Seelsorge das Unbewusste und die Angst, die es enthalten kann, nicht entdeckt hat. Dies sollte das Verdienst der Tiefenpsychologie — und das S0ren Kierkegaards werden. Andererseits konnten sich Psychiatrie und Theologie darüber einig werden, diese Erkenntnis nie mehr fallen zu lassen und gemeinsam damit zu arbeiten. Es gibt sicher immer noch Falie, wo der Einzelne es vorzieht, weder einem Arzt oder einem Pfarrer gegenüber zu beichten sondern zu Gott direkt. Das geschieht im Gebet, das dazu fahig ist, Ordnung in das Seelenleben zu bringen und sowohl das Bewusste als das Unbewusste
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Bekijk de hele uitgave van zondag 1 januari 1956
Orgaan CVNG Geloof en Wetenschap | 356 Pagina's
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