1956 Geloof en Wetenschap : Orgaan van de Christelijke vereeniging van natuur- en geneeskundigen in Nederland - pagina 272
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G. A. LINDEBOOM
Der Geist, den wir hier meinen, ist nicht identisch mit dem Geist von Ludwig Klages, der in ihm Intelligenz und Wahlfahigkeit zusammenfaszt. Der Geist is für ihn stark mit der Ratio verbunden, er ist auch eine Gefahr für das vitale Leben, geradezu von teuflischer Herkunft und ein Widersacher der Seele. Für uns liegt das verstandesmaszige Denken, obwohl auch das sich in seinem Vermogen zur Abstraktion unterscheidet von der tierischen Intelligenz, noch mehr auf der psychischen Seite. Das Schwerpunkt der Spiritualitat eines Menschen liegt nicht in seinem Intellekt und Intelligenz, doch im Wissen von Guten und Bösen. Paul Haberlin spricht vom „normativen Charakter jedes geistlischen Erlebens". Hier belauscht der Mensch den Kantianischen kategorischen Imperativ: du solist, sagen wir es ruhig: hier hort er den Ruf Gottes, die vox celeste, welche seine vox humana antworten kann. Das geistige Prinzip, das das sittliche und religiose Erleben ermöglicht, überwölbt im Menschen Alles Andere. Der Geist des Menschen ist ein Brunnen von Zwiespalt und von Kraft. Der Geist macht im menschlichen Leben einen tiefen Zwiespalt offenbar. Hier liegt der Ursprung der eigentlichen Dualitat des Menschen, welche sein Geschick bestimmt. Seine Wahlfahigkeit steht unter göttlichen Gesetzen und Normen. Im Geist kann der Mensch sich stellen gegenüber seinem Leib und dem Drangen der vitalen Krafte. Er kann in Askese sein Psychosoma vemeinen. Max Scheler betont, dasz der Mensch, und der Mensch allein, der prinzipielle Nein-sagenkönner ist. Und in diesem Nein und Ja erlebt der Mensch sich als Mensch. Das Komplement von seiner Freiheit von Wahl, seinem Vermogen, freie Taten zu tun, ist das Wissen von Verantwortlichkeit. Der Mensch ist gerufen, Verantwortung zu geben von seinem Denken und Tun. Und in dieser Verantwortung erlebt er einen standigen Kampf zwischen Geist und Seele, oder, wie Paulus sagt, zwischen den pneumatischen und den psychischen Menschen. Das Gute, das ich will, tue ich nicht, aber das Böse, das ich nicht will, das tue ich. Dieser Zwiespalt und diese Zerrissenheit ist auch wichtig für die Medizin. Nicht nur die Verdrangung der Triebe, aber auch die Vemeinung des Geistes kann Krankheit zur Folge haben. Die Diskrepanz zwischen dem, was der Mensch tun musz und sein woll, und was er tut und ist, zwischen Wollen und Sollen, kann in Krankheit ihren Niederschlag finden. Die Ethik eines Patiënten spricht bei den Neurosen und psychosomatischen Krankheiten ein Wort mit.
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Bekijk de hele uitgave van zondag 1 januari 1956
Orgaan CVNG Geloof en Wetenschap | 356 Pagina's
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