1956 Geloof en Wetenschap : Orgaan van de Christelijke vereeniging van natuur- en geneeskundigen in Nederland - pagina 142
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V. BAUNBAEK
zwichen Furcht und Angst zu ziehen, wie Soren Kierkegaard annahm. Es ist eher so, dass es sich um zwei Seiten der gleichen Sache handelt, eine Grunderscheinung des Lebens, eine elementare Grondlage für alles Lebende, etwas gemeinsames für Tier und Mensch. Es ist jedoch richtig, dass die Angst des Menschen qualifiziert ist, weil er auch Angst davor fühlen kann, mit sich selbst allein zu sein, seinem Ich ausgeliefert zu sein — psychologisch ausgedrückt: dem unbewussten Teil seines Seins gegenüber zu stehen, — theologisch ausgedrückt: dem Dasein in seiner Gesamtheit und damit Gott gegenüber zu stehen. lm Allgemeinen definiert man Angst als das Gefühl von Beklemmtheit oder Unruhe, verursacht durch eine drohende (wirkliche oder eingebildete) Gefahr, insbesondere einer solchen, die die physische Sicherheit des Individuums bedroht oder seine moralische Unangreifbarkeit (Integritat). Angst ist also eine Reaktion auf Gefahr, ein Signal zur Flucht, eine Verteidigungsmassnahme, die gegen Angriff schützt — aber zeitweilig auch eine erhöhte Alarmbereitschaft, die mit gescharften Sinnen den Kampf gegen aussere und innere Gefahren aufnimmt. Die Angst ist jedenfalls nicht nur etwas Negatives, sie hat im höchsten Masse ihre positiven Seiten. Die lauernde Gefahr kann rastlos, unruhig und hoffnvmgslos machen, aber sie kann auch dahin wirken, dass man voraussehend wird, und die Notwendigkeit fühlt, seine eigene und die Zukunft seiner Familie sicher zu stellen. Einige, vielleicht insbesondere Theologen, mogen geneigt sein anzunehmen, dass das Wissen davon, dass wir eines Tages das Leben verlieren, dass wir sterben mussen, die innerste Ursache der Angst sei. Für andere, zum Beispiel die mehr biologisch orientierten Psychologen und bis zum gewissen Grade die moderne Tiefenpsychologie, ist im Gegenteil die Geburt das ursprüngliche und schwerste Angsttrauma. Dies besteht gerade darin, dass man einmal aus der dunklen warmen Verborgenheit des Mutterleibes in die von Anfang an erlebte, gefahrenvolle Welt hinaustreten musste. Abgesehen davon, dass sich dieses Letztere, das Geburtserlebnis selbst, nicht nachprüfen lasst, aber die Angst vor dem Tode richtig ist, haben sicher beide Gesichtspunkte ihre Berechtigung. Wir nehmen unseren Ausgangspunkt in dem Konkreten: Angst entsteht durch das Erlebnis der menschlichen Unsicherheit und Hilflosigkeit gegenüber den vielfachen Gefahren des Daseins. Diese können unbestimmter Natur sein, aus dem eigenen Inneren kommend — oder: konkrete, handgreifliche, von aussen kommende wie Krankheit, materielle Not, Naturkatastrophen, Krieg u.s.w. Jeder „normale"
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Bekijk de hele uitgave van zondag 1 januari 1956
Orgaan CVNG Geloof en Wetenschap | 356 Pagina's
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