1956 Geloof en Wetenschap : Orgaan van de Christelijke vereeniging van natuur- en geneeskundigen in Nederland - pagina 263
STRUKTUR DER MENSCHLICHEN PERSON
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Nachdem in Deutschland, Frankreich und Holland manche Ansatze zu einar solchen psychosomatischen Medizin hervorgetreten waren, ist schlieszlich der grosze Aufschwung gekommen in dem so technischen Amerika. Da wurde die Unzulanglichkeit einer rein technischen Medizin am meisten offenbar, da kam auch als Reaktion die neue Richtung auf. Die psychosomatische Medizin entstand dort in psycho-analytischen Kreisen. Sie gibt grundsatzlich die Auffassung auf, dasz der menschliche Körper an und für sich betrachtet werden kann; das tut nur der Anatom. Der Körper, womit der Mensch es zu tun hat, sei es sein eigenes oder das von Anderen, ist stets der beseelte Körper, der Leib. Und dieser Leib schwingt in all seinen Funktionen mit mit dem Leben der Seele, met den seelischen Emotionen. Grundlage der psychosomatischen Medizin ist die Psycho-physiologie der Emotion. Die Bedeutung der Seele für den Leib hatte O. Carus schon vor einem Jahrhundert richtig verstanden. Er sagte; „Der Leib ist die Erscheinung der Seele; die Seele der Sinn des lebendigen Leibes", und nannte sein Buch die „Symbolik der Gestalt". Lavater und Gall haben spater nahere Korrelationen zwischen körperlichen Merkmalen und Charakter-eigenschaften festzustellen gesucht. Erst Kretschmer gelang es, gewisse Zusammenhange zwischen Körperbau und Charakter klarzumachen, und auch die Disposition der Pykniker für die manisch-depressive Psychose, der Leptosomen für die Schizophrenic aufzuzeigen. Es gibt also eine gewisse Korrelation zwichen bestimmten körperlichen Konstitutionstypen und einer psychischen Veranlagung, welche besteht aus elementaren Reaktionsneigungen, aus welchen sich spater im Leben der Charakter bildet. Diese vererbten elementaren Dispositionen sind zusammen noch nicht der voll ausgebildete Charakter, sondern nur der Stramin, worauf er wachst in der standigen Reaktion und Verarbeitung auszerer und innerer Erlebnisse. Das gefühlsmaszige Erleben ist aber nicht nur eine Sache der Psyche, sondern ebenso des Körpers. Es ist nicht nur so, dasz vom Leib her standig Organsensationen und Regungen in das Seelenleben hereinspielen, sondern auch die Empfindungen strahlen in den Leib aus, sodasz er wirklich die Erscheinung der Seele wir. Erst die Entwicklung der psychosomatischen Medizin hat uns die Augen geöffnet für das dauernde, innige Zusammenspiel von Leib und Seele in einer psychosomatischen Einheit. Die experimentelle Grundlage für diese neue Richtung ist von Pawlow gelegt geworden in seiner bekannten Lehre von dem beding-
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Bekijk de hele uitgave van zondag 1 januari 1956
Orgaan CVNG Geloof en Wetenschap | 356 Pagina's
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