1956 Geloof en Wetenschap : Orgaan van de Christelijke vereeniging van natuur- en geneeskundigen in Nederland - pagina 264
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G. A. LINDEBOOM
ten Reflexen. Pawlow zeigte an seinen Hunden, die die vegetativen Organen, namentlich die Speicheldrüsen und der Magen, reagieren können auf blosz optische Sinneseindrücke wie bei der Aufnahme von Nahrung, wenn diese zuvor einige Male mit der Fütterung verbunden waren. Diese Grundlage wurde nachher verbreitert und vertieft, wobei es sich zeigte, dasz die affektive Belastung der Wahrnehmung von groszer Bedeutung war. Katsch machte Beobachtungen am Kaninchen mit dem Bauchfenster, wodurch er das Spiel der Eingeweiden studierte und ihre Reaktion sehen konnte nicht nur auf vorgehaltene Nahrung, sondem auch auf Affekte wie Wut und Angst. Am Menschen wurden dergleichen Beobachtungen gemacht von Wolff und Wolff bei einem Patiënten, dessen Magen durch eine schwere Bauchverletzung nach auszen hervorgelagert und einer direkten Inspektion zuganglich geworden war. Unter starken Affekten andert sich die Blutfüllung und Kontraktionslage wesenlich. Seitdem haben wir ein Auge dafür bekommen, wie bei allen unseren Empfindungen und Erregungen unser Leib immer mitreagiert, es sei denn, dasz wir erröten vor Scham, oder gelahmt sind vor Schrecken, dasz wit zittern vor Angst oder beben vor Wut, dasz unser Herz klopft vor Erwartung, oder dasz wir eine Gansehaut bekommen vor Furcht. Es ist nicht zu fallig, dasz die Umgangssprache sehr reich ist an typischen Ausdrucken, worin ein somatischer Effekt benutzt wird für die Charakterisierung der Heftigkeit der Empfindungen. Eine Emotion ist nicht nur psychisch, sondern stets auch physisch, und die körperliche Mitreaktion beschrankt sich oft nicht auf ein einzelnes Organ; man sagt wohl, dasz bei der Emotion immer der ganze Körper mit darin begriffen is. Wir sind geneigt, diese körperlichen Auszerungen der Affekte zu betrachten als Folge des Affektes, etwa als kausal bedingte Folge, aber diese Ansicht entspricht nicht der Wirklichkeit. Die somatische Reaktion ist ein wesentlicher Teil der Emotion, und strahlt aus nach verschiedenen Seiten. Die Sexualsfare kann in Erregung geraten bei tiefem kiinstlerischen Erleben. Der Schmerz, wobei die Augen trocken bleiben, bleibt nicht derselbe, wenn die Tranen durchbrechen. Die Erregung ist ein psychophysisch einheitliches Geschehen. Darum kann man sie auch nicht studieren nur von der körperliche Seite. Wenn man das tun würde, kommt man dazu, zu sagen, dasz Wut zum Beispiel ein Komplex von Symptomen ist, bestehend aus Pulsbeschleunigung, Gefaszkontraktion, Blutdruckerhöhnng undsoweiter, welches man auf eine Adrenalinausschüt-
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Bekijk de hele uitgave van zondag 1 januari 1956
Orgaan CVNG Geloof en Wetenschap | 356 Pagina's
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