1956 Geloof en Wetenschap : Orgaan van de Christelijke vereeniging van natuur- en geneeskundigen in Nederland - pagina 146
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V. BAUNBAEK
sichtnahme und Unterwerfung sondern darin, ihm zur Selbstentfaltung zu verhelfen, so dass sein Selbstgefühl gestarkt wird. Die Angst wird überwunden durch den Mut, das Leben leben zu wollen, durch das Gefülil der Zusammengehörigkeit mit den Anderen. Adler ist in vielen Punkten mit Freud einig, meint aber, dass wenn die sexuellen Impulse im weitgehendsten Sinne (Libido) und die Reihe traumatischer Faktoren, die wir bald bei Freud sehen werden, Angst auslösen können, so liegt das daran, dass bei den betreffenden im tiefsten Inneren ein Minderwertigkeitsgetühl vorhanden ist. Die Angst ist eine Manifestation des Willens zur Macht, der aus gerade diesem Minderwertigkeitsgefühl ontspringt. In seinen ersten Analysen stellte Freud eine objektive Angst fest, die als verstandliche Reaktion gegenüber von aussen kommender, vorgesehener Gefahr anerkannt werden muss — und die neurotische Angst, die sinnlos und verwirrend erscheint, die intra-psychisch und unbewusst ist. In beiden Fallen fand er, dass das Libido Gegenstand einer Repression wurde und die Angst zur Folge hatte. Spiiter fand er, dass das Gegenteil der Fall sei. Nicht die Repression erzeugt die Angst, sondern die Angst ist zuerst vorhanden und erzeugt die Repression. Die Angst muss also von anderen Faktoren hervorgerufen sein, die in sich selbst angstschaffend sind, und die Angst wird erneut geweckt, sobald einer dieser Faktoren wieder aufzutauchen droht. Als Beispiele kann erwiihnt werden, dass Freud die Angst zurückverfolgt hat auf den drohenden Verlust eines geliebten Gegenstandes. Das Kind wird von der Mutter getrennt. Grobe Abweisung des sexuellen Entdeckungsdranges, gedankenlose und lieblose Drohungen bei Masturbation die Schere in Anwendung zu bringen, können vom Kinde ernsthaft als Gegenstandsverlust und Kastrationsangst empfunden werden. Im Trotzalter führt der unterdrückte Aufruhr zu einer feindlichen Einstellung. Es entstehen Hassgefühle gegen den Erzieher. Aus dem Hassgefiihl erwachst das Schuldgefiihl, das ebenso wie die Angst haufig verdrangt wird und den Boden für die Neurose vorbereitet. Freud nennt noch zwei weitere Angstquellen im Kindesalter : die Ödipussituation, wo der 5—6 jahrige Knabe zum Beispiel unbewusst — aber als notwendiges Stadium seiner sinnlichen Entwicklung — fordert, seine Mutter zu besitzen, aber gleichzeitig Angst hat vor dem überlegenen Gegner und Konkurrenten den der Vater personifiziet. Es kann dadurch Hass gegen den Vater entstehen und der Wunch, diesen zu besiegen, was gleichzeitig ein Schuldgefiihl hervorrufen kann. Das
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Bekijk de hele uitgave van zondag 1 januari 1956
Orgaan CVNG Geloof en Wetenschap | 356 Pagina's
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