1969 Geloof en Wetenschap : Orgaan van de Christelijke vereeniging van natuur- en geneeskundigen in Nederland - pagina 28
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PHYSIK UND NATUR
den Griechen hat die Mathematik ihren Eintritt in die Physik vollzogen. Ich denke dabei insbesondere an die Lehre der Pythagoraer, die die mathematischen Bedingungen für die Harmonie in der Musik entdekt haben, a n die Statik u n d Hydrostatik bei Archimedes i s . Einen H ö h e p u n k t in der A n w e n d u n g der Mathematik stellt die Erscheinung von Newtons Philosophia Naturahs Principia Mathematica dar. Und jetzt ist, wie Heisenberg es ausdrückt „das Vertrauen in den einfachen mathematischen Kern aller gesetzmaszigen in der Natur, auch derer, die wir noch nicht durchschauen, daher auch in der modernen Wissenschaft noch so lebendig, dasz die mathematische Einfachheit als das oberste heuristische Prinzip bei der Auffind u n g der Naturgesetze in einem durch neue Experimente erschlossenen Gebiet gilt." i* Ein wenig anders sagt Eddington es auf seine geistreiche aber auch tiefsinnige Art: „Wir h a b e n es in der Physik mit einer symbolischen Welt zu tun u n d wir können beinale nicht umhin, den Mathematiker, der ein berufsmasziger H a n d h a b e r von Symbolen ist, in Dienst zu nehmen."ii5 Aber haben wir uns als Physiker nicht so an die Verehrung der Mathematik in der Physik gewöhnt, dasz wir die Möglichkeit anderer Auffassungen nur schwerlich hinnehmen können? Entziehen wir ons nicht der bekannten Auszerung Goethes: „ . . . seit dem Verderben der Physik durch Newton.. ..", die, so glaube ich, sich wohl in erster Linie auf die Optik bezieht, aber doch auch allgemeiner gedeutet w e r d e n musz, u n d empfinden wir sie nicht doch eigentlich als eine ganz ungerechtfertigte, auf Miszverstandnis b e r u h e n d e Kritik? Heisenberg erwahnt hier Goethe nicht, aber es scheint mir, dasz ihm eine ahnliche Kritik vor Augen steht, wenn er mit Bezug auf „dieses aus der Antike ü b e r n u m m e n e Suchen nach der mathematischen Struktur der Erscheinungen" feststelt, dasz es ,,freilich den Vorwurf auf sich gezogen (bat), dasz er nur eine bestimmte u n d nicht die wesentliche Seite der Natur ans Licht bringe, w a h r e n d es für ein unmittelbares u n d allgemeines Verstandnis der N a t u r eher hinderlich sei". Heisenberg
begegnet diesem Vorwurf in folgender Weise: „Das
13 Dijksterhuis, 1. c , S. 58. 1* Dennert, 1. c , S. 71; Heisenberg, 1. c. S. 52. 1^ A. S. Eddington, The Nature of the Physical World; Gifford lectures 1927. Cambridge 1928, S. 209.
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Bekijk de hele uitgave van woensdag 1 januari 1969
Orgaan CVNG Geloof en Wetenschap | 310 Pagina's
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