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1969 Geloof en Wetenschap : Orgaan van de Christelijke vereeniging van natuur- en geneeskundigen in Nederland - pagina 33

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H. R. WOLTJER

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elektrischen und magnetischen Feldern, von Begriffen wie Energie, Impuls, Kraft, Masse usw., sondern nimmt ihre „Existenz" bin, geht mit ihnen als „wirklich" um, weisz wohl so ungefahr, was man mit ihnen anfangen kann und fiihrt nötigenfalls neue derartige Dinge ein. Aber doch tiitt manchmal die Besinnung ein: „Was tat ich eigentlich?" Bisweilen stöszt man innerhalb der Physiek selbst darauf, wenn die Erscheinungen uns direkt zu der Frage zwingen: ist die elektromagnetische Strahlung nun wirklich eine Wellenbewegung oder besteht sie wirklich aus Teilchen? Dann fragt man wieder nach der wirklichen Existenz der Elektronen usw. und so wird „Physik und Wirklichkeit" ein beliebtes Thema 20. Oben verwendete ich den Ausdruck: man weisz, was man damit anfangen kann. 1st das vielleicht ein Masz für die Erkenntnis? In diesem pragmatischen Standpunkt liegt gewisz etwas Anziehendes. Ein Autofahrer „kennt" seinen Motor und er kann etwas damit anfangen, ein Berufsfahrer „kennt" ihn noch ein weinig besser und kann etwas mehr damit anfangen. Und ein Maschineningenieur noch besser und der wiederum wird übertroffen vom Konstrukteur, dessen Liebe, fast möchte ich sagen, zu seinem Kinde ausgeht. Aber „etwas damit anzufangen wissen", bedeutet doch weniger als das, was wir mit „(er)kennen" meinen. 1st Erkennen dann ein Wissen um „das wahre Wesen der Dinge"? Ich möchte diesen Ausdruck doch nicht gern so entschieden ablehnen, wie das wohl geschieht. Ich weisz, er gehort zu einem Gedankenkreis „metaphysisch-scholastischer Spekulationen" (wohl eines der argsten wissenschaftlichen Schimpfwörter). Aber ich habe den Eindruck, dasz der genannte Ausdruck stets wieder in mehr oder weniger klarer Form auftaucht. Wenn Heisenberg sagt (wie ich oben vollstandig zitierte): „Es gibt ein unmittelbares Verstehen der N a t u r . . . das sich allen den Menschen erschlieszt, die zu einer innigeren, aufnehmenden Beziehung zur Natur bereit sind", dann glaube ich da etwas Ahnliches wie ein Wissen um das Wesen zu spüren. Wenn Kramers sagt, dasz mit der von ihm gegebenen Definition „das Wesen der Natur bei weitem noch nicht aufgeklart ist 21, dann spüre ich auch etwas Ahnliches. Würden wir die Wörter „Wesen", „wesentlich", „essentiell" gern aus unserer Sprache entfernen? Hat es Sinn oder keinen Sinn uber das Wesen der Materie zu

-" G. J. Sizoo, Physica en werkelijkheid. Amsterdam, V. U. 1949. -^ Kramers, 1. c, S. 472.

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Orgaan CVNG Geloof en Wetenschap | 310 Pagina's

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