1969 Geloof en Wetenschap : Orgaan van de Christelijke vereeniging van natuur- en geneeskundigen in Nederland - pagina 21
H. R. WOLTJER
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wischt worden sind, wie auch Heisenberg in seinem Vortrag: „Die Einheit des naturwissenschafthchen Weltbildes" betont 0. 2. In der von Kramers gegebenen Umschreibung spielen die Wörter „beobachtet" und „beobachtbar" eine wichtige Rolle und damit komme ich, nachdem ich über das, was mit dem Begriff „Natur" gemeint ist, einiges gesagt habe, zum zweiten Punkt meines Themas: die Weise, in der die Physik die Natur kennen lernt. Dasz „Beobachten" dazu erforderHch ist, und zwar essentiell erforderHch, gehort seit langem zum ABC der Physik. Aber „beobachten" ist ein selir komplexer Begriff. Wenn auch im engen Rahmen dieses Vortrages keineswegs eine befriedigende, mehr oder weniger vollstandige kritische Betrachtung geboten werden kann, so werde ich dennoch gleich darüber einige Bemerkungen machen. Zunachst möchte ich den vorsichtigen Gebrauch der Worte „seit langem" betonen. Ich meine, dasz in den letzten Jahrzehnten des vorigen und vielleicht im ersten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts die Überzeugung vorherrschte, dasz mit Galilei eigentlich die Physik begann und der Beobachtung ein essentielier Wert zuerkannt wurde. Über die daran vorausgehende Wissenschaft wurde hochherzig geurteilt und eigentlich wuszte man nichts besseres zu tun als sein Befremden über dies stümperhafte Treiben auszudrücken. Einige der Merkmale des vorigen Jahrhunderts was der Geist der Selbstgefalligkeit und des oberflachlichen Hochmutes, der Geist des „Wir haben es gefunden". In weitgehendem Fehlen historischen Bewusztseins glaubte man sich über Denker und Forscher voriger Generationen erhaben, nicht nur über Denker aus dem sog. dunklen Mittelalter, sondern auch aus der jüngeren Vergangenheit. Die Notwendigkeit der Beobachtung ist nicht erst neuerdings anerkannt worden. Freilich ist die Einschatzung der Anteile, die einerseits die Beobachtung, andererseits das Denken oder die Überlegung zum Erkenntniserwerb beitragen, im Wandel der Zeiten starken Schwanken unterlegen gewesen. Weltanschauung Philosophic, Religion und Fachwissenschaft verschlingen sich hier ineinander und beeinflussen sich gegenseitig auf Niveaux verschiedener Tiefe. Wenn ich nur einige Fragen anführen darf: Was bedeutet unsere sinnliche Wahrnehmung? Sind unsere Sinneorgane nur Pforten oder Fenster, die wir zu öffnen
W. Heisenberg, Wandlungen in den Grundlagen der Naturwissenschaft. 8 Aufl. Zurich 1949, S. 81.
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Bekijk de hele uitgave van woensdag 1 januari 1969
Orgaan CVNG Geloof en Wetenschap | 310 Pagina's
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