1969 Geloof en Wetenschap : Orgaan van de Christelijke vereeniging van natuur- en geneeskundigen in Nederland - pagina 26
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PHYSIK UND NATUR
Wieviel mir in diesen Einsichten auch zusagt, zo musz ich mich doch unbefugt erklaren, darauf tiefer einzugehen. Ich hoffe, dasz man nicht fragt: „warum erst davon anfangen?" Jede richtig betriebene Fachwissenschaft eröffnet denjenigen, die sie treiben, von ihrem Gebiet aus Aussichten auf benachbarte Gebiete anderer Wissenschaften, oft herrliche Aussichten auf Lander, die man doch nicht erkunden oder durchqueren kann. Man lauft darm zwar das Risiko, sich eine Fata Morgana vorzuspiegeln, anderfalls aber besteht nicht nur die Gefalir der Verarmung und Verdürrung, wenn man sich nur mit seinum eigenen Fach beschaftigt, sondem auch (und das ist doch sehr wichtig) die Gefahr, den Zusammenhang aller Wissenschaft und geistigen Einsicht aus dem Auge zu verlieren, wahrend man, dann aber onbewuszt, doch von allerlei Stromingen beeinfluszt wird. Immer wieder aufs neue musz auch der Fachgelehrte sich auf Wert und Tragkraft seiner Erkenntnis besinnen. Er darf und musz dann (als Arbeitshypothese) extrapolieren, aber er darf nicht vergessen, dasz er extrapoliert, vielleicht bisweilen sehr stark. Dann wird man z. B. aus ein paar Beobachtungen über den Bestand der Masse bei chemischen Prozessen nicht auf die Ewigkeit des Stoffes schlieszen. Verstehen Sie mich recht: scheinbar herablassend gebrauchte ich das Wörtchen „ein paar". Damit will ich nicht die glanzenden, sorgfaltigen Untersuchungen seit Lavoisier über das Grundgezetz der Chemie herabwürdigen. Aber man kann nicht leugnen, dasz die Zahl der Reaktionen, an denen man die Konstanz der Masse hat bestatigen können, verschwindend klein ist gegenüber allen möglichen und wirklich auftretenden Reaktionen und dasz insbesondere die Genauigkeit doch immer sehr begrenzt ist. Wenn die geistige Einstellung, aus der diese Extrapolation entsprosz, nicht so durch und durch antireligiös gewesen ware, würde man von einer grandiosen Naivitat sprechen können. Aber: was wird man spater von unserer Generation sagen? Wohl sehen wir auch die Fruchtbarkeit einer gewagten Extrapolation innerhalb der Fachwissenschaft: sie ist ein vorzügliches Mittel gewesen, um weiterzukommen. Wie grosz ist nicht der Fortschritt der Chemie und der verwandten Wissenschaften dadurch gewesen, dasz man das Gesetz der Konstanz der Masse auch dort anwandte, WO eine direkte Verifizierung nicht nur nicht möglich war, sondem dem Anschein nach nicht einmal aufging. Kehren wir zum Begriff „Beobachten" zuióick. Viel branche ich darüber nicht zu sagen, dasz die Physik eine experimenteUe Wissen-
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Bekijk de hele uitgave van woensdag 1 januari 1969
Orgaan CVNG Geloof en Wetenschap | 310 Pagina's
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