1969 Geloof en Wetenschap : Orgaan van de Christelijke vereeniging van natuur- en geneeskundigen in Nederland - pagina 34
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PHYSIK UND NATUR
reden? Oder richten sich die Bedenken gegen das nach meiner Mein u n g überflüssige „wahre"? — Ich denke in diesem Zusammenhang an das, was Hertz geschrieben hat: „Kein Bedenken, welches überhaupt Eindruck auf u n s e m Geist macht, kann d a d u r c h erledigt werden, dasz es als metaphysisch bezeichnet wird: jeder denkende Geist h a t als solcher Bedürfnisse, welche der Naturforscher metaphysisch zu nennen gewohnt ist." 22 W i e dem auch sei, die heutige Naturwissenschaft ist sehr schön von Heisenberg charakterisiert, wenn er schreibt 23. „Die heutige Naturwissenschaft (ist) mehr als die frühere durch die N a t u r selbst gezwungen worden, die alte Frage nach der Erfaszbarkeit der Wirklichkeit durch das Denken aufs neue zu stellen u n d in etwas veranderter Weise zu beantworten. Früher konnte das Vorbild der exakten Naturwissenschaft zu philosophischen Systemen führen, in denen eine bestimmte Wahrheit — etwa das „cogito, ergo sum" des Cartesius — den Ausgangspunkt bildete, von d e m aus alle weltanschaulichen F r a g e n angegriffen w e r d e n sollten. Die Natur hat uns jetzt aber in der modernen Physik aufs deutlichste daran erinnert, dasz wir nie hoffen dürfen, von einer solchen festen Operationsbasis aus das ganze L a n d des Erkennbaren zu erschlieszen. Vielmehr werden wir zu jeder wesentlich neuen Erkenntnis immer wieder von neuem in die Situation des Columbus kommen mussen, der d e n M u t besasz, alles dahin bekannte L a n d zu verlassen in der fast wahnsinnigen Hoffnung, jenseits der Meere doch wieder L a n d zu finden." So gilt es, die Physik in wachsender Verwunderung, Bewunderung u n d Ehrfurcht zu treiben.
DISKUSSION. Der Vortrag regte eine lebhafte Diskussion an, in welcher mehrere Punkte von den geisteswissenschaftlichen oder naturwissenschaftlichen Teilnehmern oder vom Referenten besonders beleuchtet oder erlautert wurden. So wurde die Beziehung zwischen der quantitativen' Beobachtung, dem sogenannten „Messen", und der mathematischen Verarbeitung naher diskutiert, die zur Zeit von dem Leidener Physiker Kamerlingh Onnes so markig formuliert wurde in seinem Wahlspruch „door meten tot weten" (durch Messen zu Wissen). Das Messen ist das Fundament für die mathematische Verarbeitung, wobei freilich eine der ersten Bedingungen ist, dasz der Beobachter seine Instrumente durch und durch kennt und deren Anweisungen richtig deutet. — Dasz die mathematics Hertz, 1. c , S. 28. -* Heisenberg, 1. c , S. 21.
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Bekijk de hele uitgave van woensdag 1 januari 1969
Orgaan CVNG Geloof en Wetenschap | 310 Pagina's
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