1969 Geloof en Wetenschap : Orgaan van de Christelijke vereeniging van natuur- en geneeskundigen in Nederland - pagina 18
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PHYSIK UND NATUR
Erdkugel (man sieht darauf Westeuropa; England in der Mitte des Bildes) taucht aus einem Wolkenmeer hervor; darüber einige Steme mit deutlieh gezeichneten Strahlen und ein Kornet; quer durch das Bild mit groszen Buchstaben (früher, noch viel charakteristischer, knorrige Buchstaben, die aber — als scheinbar allzu romantisch — durch gewöhnliche ersetzt sind) „Nature" und dann als Unterschrift; „To the solid ground of Nature trusts the Mind that builds for aye", Wordsworth. Es ist mir nicht gelungen, dieses Zitat bei Wordsworth zu finden und den Zusammenhang zu ermitteln, aber jedenfalls lasst sich hier ersehen, Vi^elch merkwürdige Funktion hierbei der Natur zugeschrieben wird: der „Geist" (das englische „Mind" ist schwer zu übersetzen), der baut und fur die Evi'igkeit bauen will, musz ein Fundament haben und wahlt dafür vertrauensvoll die Natur aus. Es ist nicht so einfach, sich eine klare Vorstellung zu machen über das, was eigentlich damit gemeint ist; wohl ist es deutlich, dasz der Natur ein normativer Wert zuerkannt wird: so wie es in der Natur zugeht, so ist es gut. Darauf kann man sich verlassen, danach kann man sich richten. Besteht hier nicht einige Verwandtschaft zu unserem Lobpreise eines „natiirlichen" Auftretens, Sprechens, Sich-Zeigens? Versteekt sich in dem Gegensatz „unnatiirlich" nicht ein Vorwurf und enthalt der abgeflachte, vielfaltige Gebrauch des Wörtchens „natürlich" in der Umgangssprache nicht eine verhohlene Huldigung des Herganges der Dinge in der Natur? In der Tat, der Ausdruck „die Natur lehrt uns" ist sehr vertraut. Der biblische Gebrauch stiitzt uns in dieser Hinsicht. Nicht nur wird, um weise zu werden, der Faule auf die Ameisen hingewiesen, sondem in 1. Kor. 11 : 14 sagt Paulus bezüglich der Haartracht von Mann und Frau wörtlich: „Oder lehrt euch auch nicht die Natur usw." Dieses normative Auftreten enthalt von selbst schon eine gewisse Personifizierung. Die Personifizierung kommt jedoch manchmal viel starker zum Ausdruck, z.B. wenn gesagt wird: „die Natur hat es so eingerichtet, dasz.. ." oder noch direkter: „Mutter Natur hat es so eingerichtet, d a s z . . . " eine merkwürdige Mischung von Anerkennung einer höheren Macht und Weisheit, von Vertraulichkeit und gleichzeitig eine halbe Entschuldigung, dasz man noch an so etwas wie höhere Weisheit denkt. In der Verlangerung dieser Personifikation liegt, meines Erachtens, die Identifizierung der Natur mit Gott. Ich möchte hier an einen Ausspruch Kalvins erinnern. Seine These und die unmittelbar hinzu-
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Bekijk de hele uitgave van woensdag 1 januari 1969
Orgaan CVNG Geloof en Wetenschap | 310 Pagina's
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