1969 Geloof en Wetenschap : Orgaan van de Christelijke vereeniging van natuur- en geneeskundigen in Nederland - pagina 30
PHYSIK UND NATUR
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tenmechanik. Sie hat sich genötigt gesehen, einen Einflusz der Beobachtung (Wechselwirkung zwischen einem Lichtteilchen und einem Elementarteilchen) derart einzuführen, dasz die Genauigkeit in der Feststellung des Ortes nur auf Kosten der Genauigkeit der Geschwindigkeit und umgekehrt müglich ist, und in den sog. Unsicherheitsrelationen Heisenherg legt sie den Zuzammenhang dieser (Un)Genauigkeiten fest. Aber ich musz hier auf eine weitere Erörterung verzichten. Es ware ein Vortrag an sich. 3. Nun habe ich wohl einiges über den Begriff „Natur" gesagt und ich habe darüber gesprochen, wie die Physik die Natur erkennen lernt, aber — absichtlich — habe ich noch nichts darüber gesagt, oh die Physik die Natur erkennen lernt und was es heiszt: ,,die Natur erkennen" — und sind diese Fragen logisch gesehen nicht erstberechtigt? Das kann man zugeben, aber die logische Anordnung ist nicht die einzig mögliche. Es verhalt sich damit in gewisser Hinsicht genau so wie mit dem Leben und dem Nachdenken über das Leben und dem Versuch, die Frage, was Leben ist und ob man wirklich lebt, zu beantworten. Freilich kann man jedoch mit Recht behaupten, dasz ein Leben, aus dem niemals ein Staunen, wie schwach und wenig bewuszt auch, über das, was Leben doch wohl sei, aufkommt, in dem kein Empfinden für das Lebensgeheimnis besteht, eigentlich kein Leben genannt werden kann. Und so auch Physik keine Physik, wenn das Nachdenken über den Sinn ganz fehlt. Dasz die Physik tatsachlich zur Naturerkenntnis gelangt, ist, so glaube ich, solange man nicht allzu tief auf die genaue Bedeutung des „Erkennens" eingeht, wohl die Überzeugung der meisten Physiker. Wie sollte es auch anders sein? Louis de Broglie, der Begiünder der Theorie der Materiewellen, sagt: „dasz sie (die physikalischen Theorien) uns hinter der Verschiedenheit der Erscheinungen eine verborgene Harmonie offenbaren" und dasz sie auf dem Postulat beruhen, es sei möglich, „Deutungen der physikalischen Wirklichkeit dadurch zu erwerben, wenigstens zum Teil, dasz man sich stützt auf die Regeln der Vernunft". „Dieses Postulat, das man meistens ohne weitere Untersuchung hinnimmt, ist im Grunde auszerordentlich kühn. .. Und es verbirgt sich in der einfachen Tatsache, dasz ein weinig Wissenschaft möglich ist, viel mehr an Geheimnisvollem als man gewöhnlich annimmt." i'^
Louis de Broglie, Continu et Discontinu en physique moderne. Paris 1941, S. 89.
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Bekijk de hele uitgave van woensdag 1 januari 1969
Orgaan CVNG Geloof en Wetenschap | 310 Pagina's
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