1969 Geloof en Wetenschap : Orgaan van de Christelijke vereeniging van natuur- en geneeskundigen in Nederland - pagina 35
H. R WOLTJER
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sche Bearbeitung überhaupt moglich ist, ist gar nicht etwas Selbstverstandliches, aber eme ganz wundervolle Tatsache — Die mathematische Verarbeitung kann zu emer gewissen Abschlieszung leiten, wie z B ui den Maxwellschen Gleichungen, aber diese Abschlieszung ist doch auch wieder eme vorlaufige Die Deutung der Zeigerablesungen (Zeigerstellungen abzulesen, ist ja eme der wichtigsten Beschaftigungen des messenden Physikers) hangt naturgemasz ab von der Kenntnis und der Einsicht des Beobachtenden An den Zeigerstellungen auf den Schalttafeln eines Kernreaktors „sieht" der Laie nichts besonders, der Fachmann „sieht", dasz der Reaktor „kritisch" wird 1st der Glaube an eine verborgene Harmonie (wie merkwurdig, dasz dieser Glaube an eme harmoma praestabilita doch immer wieder auftaucht) kein religioser Glaube, sondern fordert er Prufung' — Obschon der Referent dieser Memung zustimmt, sieht er doch einen Zusammenhang zwischen diesen beiden Arten des Glaubens 1st die Auskunft der mathematischen Verarbeitung „Realitat" oder „nur" Symbolik'"' — Hat man hier wirklich emen Gegensatz' — Eddmgton sagt, wie schon angefuhrt „Wir haben es m der Physik nut einer symbolischen Welt zu tun, und wir konnen nicht umhin, den Mathematiker, der em berufsmasziger Handhaber von Symbolen ist, m Dienst zu nehmen " Freilich konnen diese Symbole (es handelt sich bei Eddmgton um Diracs Theorie) sehr fremdartig sezn Aber sollten diese nicht doch immer etwas mit emer Realitat zu schaffen h a b e n ' Wenn bei der Aufzeichnung emes Encephalogramms der Zeiger eines Meszapparates sich heftig bewegt, hat es dann emen Smn zu sagen „das 1st nun Denken'"' — Den Zusammenhang zwischen den geistigen und den physiologischen Erschemungen richtig zu schatzen, ist sehr schwierig Em psycho-physischer Parallelismus ist doch wohl unbefriedigend Die grosze Schwierigkeit versteekt sich m dem Wortchen „ist" Kann man, wie gesagt wird, dasz S Thomas seme tief smnigen theologischen Gedanken nur kraft emer „gratia specifica" denken und ausarbeiten konnte, auch bei den groszen Physikern eme „gratia specifica" annehmen' — Man kann sicher das Auftauchen genialer Denker, wie Newton, Emstem, Bohr usw als eme Gabe Gottes an die Menschheit sehen, und ihre Fahigkeiten als Gaben an die Forscher, aber man soil sich doch auch davor huten, diese Gaben zu specifisch zu veistehen und die Beziehung zwischen emer Person und ihren Gaben zu mechanisch zu nehmen Man diskutiert auch den Zusammenhang zwischen der Substanz und den Akzidenzien — Der Vorsitzende betont, dasz die Philosophen Galilei den Vorwurf machten, an das Wesentliche des groszen Ratsels der Fallerschemungen („warum" fallt em S t e m ' ) nicht emmal hmzukommen und sich nur zu kummern um unmteressante Details (die kmematische Beschreibung ) — Dementgegen sehen wir es als ein groszes Verdienst Gahlets an, es gewagt zu haben, seme Forderungen bescheidener zu stellen — Auch mochte er drei Arten der „Einsicht" unterscheiden
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Bekijk de hele uitgave van woensdag 1 januari 1969
Orgaan CVNG Geloof en Wetenschap | 310 Pagina's
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