1969 Geloof en Wetenschap : Orgaan van de Christelijke vereeniging van natuur- en geneeskundigen in Nederland - pagina 25
H. R. WOLTJER
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ist und dasz er in den Erscheinungen der Kernenergie und Atombombe allgemeine Bekanntheit erlangt bat? Aber es kann auch geschehen, dasz neben den Erscheinungen, die vorausgesagt werden konnten und die vorzüglich in die bestehenden Theorien passen, man andere findet, die, wenigstens zuerst, nicht passen. Das periodische System der chemischen Elemente, von Mendelejeff und von Lothar Meyer aufgebaut, gibt für beide Falie sehr typische Beispiele. Was das „Passen" betrifft, so sind seit der Errichtung des Systems alle leeren Stellen jetzt ausgefüUt, daneben aber sind alte und neue Stellen durch die Erscheinung der Isotopie ,,überfüllt". Aber wie wunderschön hat auch diese Tatsache sich in die erweiterte Theorie eingefügt. Dies alles musz doch wohl den Eindruck erwecken, dasz unsere Erkenntnis wirkliche Erkenntnis und keine Phantasie ist. Wir haben soeben das Wort „wirkliche Erkenntnis" ganz gelassen ausgesprochen. Bevor wir aber darüber Naheres aussagen, verdient der Begriff und die Handlung des Beobachtens noch in anderer Hinsicht als bisher unsere Aufmerksamkeit. Man kann sagen, dasz eine völlige Psychologie dabei in Betracht kommt. Eine der wichtigsten Fragen ist: fangt die Beobachtung mit dem vollkommen passiv, ganzlich rezeptiven Auffangen von Eindrücken, Empfindungen an? So oft stöszt man auf die Vorstellung, dasz die wissenschaftliche Tatigkeit (und auch praktische) unseres Geistes damit beginnt, dasz sie unter dem Material sinnlicher Wahrnehmungen, dem alle Ordnung fehlt, Ordnung schafft. Gestatten Sie mir in diesem Zusammenhang eine etwas langere Anführung aus hangers Buch „Philosophy in a New Key": „Alle Sinnlichkeit tragt die Pragung der Geistigkeit. ,Sehen' zum Beispiel, ist kein passiver Vorgang, in dem sinnlos Eindrücke für den Gebrauch eines organisierten Geistes (mind) aufgespeichert werden, der aus diesen formlosen Daten Formen kanstruiert, um seinen eigenen Zwekken zu dienen. ,Sehen' ist selbst ein Formulierungsvorgang, unser Verstehen der sichtbaren Welt beginnt mit dem Auge. Diese psychologische Einsicht, die wird der Schule Wertheimers, Köhlers und Koffkas verdanken,. .. bringt Vernunfttatigkeit in Vorgange, die meistens für vorvernünftig (pre-rational) gehalten werden und weist auf die Existenz von Formen hin, d.h. von möglicheni symbolischem Material auf einem Niveau, wo Erkenntnistheoretiker sicherlich niemals nach symbolischer Aktivitat ausgeschaut haben" n . "
Langer, 1. c, S. 73.
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Bekijk de hele uitgave van woensdag 1 januari 1969
Orgaan CVNG Geloof en Wetenschap | 310 Pagina's
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