1969 Geloof en Wetenschap : Orgaan van de Christelijke vereeniging van natuur- en geneeskundigen in Nederland - pagina 29
H. R. WOLTJER
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bewuszte Verstandnis der rationalen Zahlenverhaltnisse, die der muzikalischen Harmonie zugrunde liegen, ist für den notwendig, der ein Instrument bauen oder Musik tatig hervorbringen will. Der eigentliche inhoud Inhalt der Musik aber erschlieszt sich uns im onbewuszten geistigen Aufnehmen jener rationalen Verhaltnisse. In ahnlicher Weise ist die bewuszte Kenntnis der mathematisch formulierten Naturgesetze die Voraussetzung für ein aktives, auf den praktischen Nutzen gerichtetes Eingreifen in die materielle Welt. Es gibt aber dahinter noch ein unmittelbares Verstehen der Natur, das diese mathematischen Stmkturen unbewuszt empfangt und im Geist nachbildet, und das sich allen den Menschen erschlieszt, die zu einer innigeren, aufnehmenden Beziehung zur Natur bereit sind i6." Es ist wahrscheinlich die Tiefe der Antwort, die es mir schwer macht, sie ganz zu verstehen; sie reizt aber sicher zum Nachdenken und Uberlegen. Die Schwierigkeit liegt für mich nicht nur in dem kleinen, aber bedeutungsvollen Wörtchen „eigentlich", sondem auch in dem Ausflug Heisenbergs in das Grenzgebiet der Philosophie und Psychologie. Er spricht vom „onbewuszten Aufnehmen der rationalen Zahlenverhaltnisse", vom unbewuszten Empfangen und geistiger Nachbildung mathematischer Strukturen. Be^vuszte Wesenheiten werden zu onbewuszten. Es ist gar nicht meine Absicht, dies als etwas Ungewöhnliches hinzustellen, aber kann dies Unbewuszte die letzte Phase sein? Wenn ich mit einer solchen Physik etwas anfangen will, so musz doch wieder eine Umformung in bewuszte Wesenheiten slattfinden. Der Zusammenhang zwischen den ersten un den letzten bewuszten Wesenheiten (Entitaten) wird aber wohl nicht so leicht zu geben sein. Bezüglich des Begriffes „Beobachtung" schlieszlich noch eine kurze Bemerkung über die prinzipielle Veranderung, die die Quantentheorie gebracht hat. Die Newtonsche Mechanik geht prinzipiell von der Möglichkeit aus, dasz die Lage und die Geschwindgkeit eines materiellen Funktes mit beliebiger Genauigkeit feststellbar ist, dasz es also einen Sinn hat, diese Groszen als genau bekannt zu behandeln. Die Grenzen sind nur durch die Genauigkeit der Instrumente und die Methoden des Beobachters gesetzt. Die klassische Physik lehrt, dasz der Einflusz der Beobachtung auf das Beobachtete (das sie anerkennt) prinzipiell beliebig heruntergedmkt werden kann. Anders in der QuanDennert, 1. c, S. 72; Heisenberg, I.e. S. 52.
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Bekijk de hele uitgave van woensdag 1 januari 1969
Orgaan CVNG Geloof en Wetenschap | 310 Pagina's
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